Handel bedeutet Wandel – auch in der Tracht

Können wir tatsächlich von einer Stagnation in der Trachtenbranche sprechen oder ist wie in allen anderen Branchen auch ein Wandel in Richtung eCommerce erkennbar? Mehr als jeder zweite Deutsche kauft mittlerweile online ein, das bedeutet auch für 2015 wieder ein Zuwachs im Online-Handel von 23% zum Vorjahr, Tendenz steigend. Mit Pro-Kopf-Ausgaben von ca. 1.100 Euro […]

Pretty female with computer at home with social icons aroundKönnen wir tatsächlich von einer Stagnation in der Trachtenbranche sprechen oder ist wie in allen anderen Branchen auch ein Wandel in Richtung eCommerce erkennbar?

Mehr als jeder zweite Deutsche kauft mittlerweile online ein, das bedeutet auch für 2015 wieder ein Zuwachs im Online-Handel von 23% zum Vorjahr, Tendenz steigend. Mit Pro-Kopf-Ausgaben von ca. 1.100 Euro im Jahr gehören die deutschen Online-Käufer auch zu den eifrigsten Shoppern in Europa. Dies hat zur Folge, dass im stationären Handel ein leichter Rückgang erwartet wird: Über die Ladentheke wird der deutsche Einzelhandel demnach 2015 voraussichtlich etwa 1,8 Prozent weniger erwirtschaften.

Und diese Erkenntnis ist natürlich auch in der Trachtenbranche spürbar.
Zwar werden immer noch ca. 75% des Umsatzes stationär erwirtschaftet, doch wächst auch der Wettbewerb im Einzelhandel stetig an. Vor allem in den umsatzstärksten Monaten von Juli bis Oktober sprießen jährlich neue Pop-Up Stores wie Pilze aus dem Boden.

Für die stationären Trachten-Händler wird es deshalb zunehmend wichtiger, sich den Gegebenheiten eines sich verändernden Marktes anzupassen. Die zukünftige Herausforderung der Trachtenbranche wird sein, neben dem lokale Ladengeschäft neue Verkaufskanäle kreativ und in erster Linie professionell zu nützen. Online Shops, Marktplätze und soziale Netzwerke werden dabei eine wichtige Rolle spielen. Wer jetzt übersieht, auf den Zug der Zeit aufzuspringen, wird es schwer haben, langfristig zu überleben. Eine Marktbereinigung in der Trachtenbranche ist somit unaufhaltsam und in meinen Augen auch überaus wichtig.

Jetzt heißt es Chancen des eCommerce erkennen, denn die Zeit des „selbstverständlichen Trechten-Booms“ ist vorbei. Es bleibt also spannend – wir sind dabei – und ihr?

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